• Zukunft des Fichte-Gymnasiums

    Schweren Herzens haben wir als SPD-Fraktion der sukzessiven Auflösung des Fichte-Gymnasiums im Krefelder Schulausschuss zugestimmt. Diese Entscheidung war sehr schwer für uns, aber die Aussagen des Schuldezernenten und insbesondere der Bezirksregierung Düsseldorf waren unmissverständlich. Aus schulrechtlicher Sicht gab es aber leider keine Rettung für das Fichte-Gymnasium. Hätten wir uns gegen die Auflösung gestellt, so wäre auch der Kompromiss, letztmalig ein Anmeldeverfahre durchzuführen, hinfällig gewesen. Dann hätte es ab dem 1. August 2017 keine neuen Fichte Schülerinnen und Schüler mehr gegeben.

    Nicht zuletzt die Mahnwache vor der Ausschusssitzung hat gezeigt, dass das Fichte-Gymnasium vielen Krefelderinnen und Krefeldern am Herzen liegt. Aus diesem Grund haben die engagierten Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer ehrliche Antworten verdient. Ihnen zu suggerieren, man könne die Schule vor der Schließung retten, um daraus in Wahlkampfzeiten politisches Kapital zu schlagen, ist nicht redlich. Zur Wahrheit gehört: wäre der Schulausschuss dem Antrag der CDU gefolgt, hätte man das sofortige Aus des Fichte-Gymnasiums besiegelt. Die CDU hat sich in dieser Frage jedoch isoliert.

    Wir sind froh, dass sich Grüne, FDP, Linke und UWG unsere Auffassung teilen und ehrlich mit den Schülerinnen und Schülern, Eltern und der Lehrerschaft umgegangen sind. So stellen wir zumindest sicher, dass 40 Kinder ab dem Sommer die Schule ihrer Wahl besuchen können. Darin sehe ich zumindest einen kleinen Lichtblick in dieser für alle Beteiligten schwierigen Situation.

    Wir werden die Schulleitung und die Schülerinnen und Schüler nach dieser schwierigen Entscheidung nicht alleine lassen. Selbstverständlich sollen die jetzigen Schülerinnen und Schüler ihren Abschluss nach Möglichkeit an „ihrem“ Fichte-Gymnasium machen. Ich bin optimistisch, dass wir dies in einem Schulterschluss mit den Akteuren der Krefelder Schullandschaft schaffen können.

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