• Viel Prominenz beim Politischen Aschermittwoch der SPD Krefeld

    [su_custom_gallery source=“media: 637″ width=“330″ height=“330″]Zum traditionellen Politischen Aschermittwoch der SPD Krefeld hießen die 120 Gäste in diesem Jahr den Minister für Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW, Michael „Mike“ Groschek, in der Gaststätte Herbst Pitt willkommen.

    Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Frank Meyer – zum ersten Mal in seiner Funktion als Vorsitzender der SPD Krefeld – zahlreiche weitere prominente Gäste aus Politik, Gewerkschaften und Wirtschaft. In Anwesenheit von Landesminister Mike Groschek, der Europaabgeordneten Petra Kammerevert, den beiden Bundestagsabgeordneten Bernd Scheelen und Siegmund Ehrmann, der Landtagsabgeordneten Ina Spanier-Oppermann, dem Bundestagskandidaten Benedikt Winzen, dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Krefeld, Ralf Köpke, seines Pendants auf Seiten der IG Metall, Ralf Claessen, sowie des Vorsitzenden der SWK, Carsten Liedtke, sparte Meyer nicht mit Kritik am Oberbürgermeister und den Mehrheitsfraktionen im Stadtrat.

    Insbesondere die desolate Haushaltspolitik des vermeintlichen Dreigestirns aus CDU, FDP und UWG prangerte Meyer an. Am Aschermittwoch trete das Dreigestirn jedoch bekanntlich ab und auch in Krefeld sei es an der Zeit hierfür. Wie und von wem es besser gemacht wird und werden kann, konnte Meyer dann auch direkt zeigen, nämlich am Beispiel der Krefelder SPD. „Diese hat keinen einzigen Cent Schulden, versteht es verantwortungsvoll mit Geld umzugehen und will dies auch für Krefeld tun.“ Weiter sprach Meyer von dem 20 Millionen Euro teurem Denkmal, das sich der Oberbürgermeister am Ostwall setzen möchte. Gemeint war hiermit natürlich der Umbau des Ostwalls. Ein solches Denkmal sei nicht nötig, denn der Herr Oberbürgermeister habe sich bereits 29.000 andere Denkmäler in Krefeld gesetzt. Diese leuchten des Nachts und sind an einer roten Markierung zu erkennen, spielte Meyer auf die irrsinnigen Laternenmarkierungen in ganz Krefeld ab.

    Nach Meyer beleuchtete Bundestagskandidat Benedikt Winzen die aktuelle Bundespolitik. Er sprach in seinem Grußwort über die Selbstüberschätzung der Bundesregierung, die von sich selbst sage, die beste Bundesregierung mit der besten Bundeskanzlerin seit der Wiedervereinigung zu sein. „Wenn wir noch im Karneval wären, würde ich sagen, hervorragende Büttenrede! Allerdings gibt’s für die kaum noch Beifall“, so Winzen.

    Landesminister Groschek setzte dort an, wo sein Vorredner aufgehört hatte, nämlich bei der Kritik an der Politik der CDU. Kaum ein Bereich wurde in seiner immer wieder von Applaus unterbrochenen Rede ausgelassen. Mindestlohn und Betreuungsgeld thematisierte er ebenso, wie den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die Verantwortung der Hauseigentümer von Schrottimmobilien. Die Stimmung auf den Höhepunkt trieb er, als er die Klage der Länder Bayern und Baden-Württemberg gegen den Länderfinanzausgleich ansprach. Hierbei betonte er, dass Bayern immer noch voller Almdudler wäre, wenn es die nordrhein-westfälische Industrie und deren Finanzspritzen in das agrargeprägte Bayern nicht gegeben hätte. Bestens gelaunt gratulierte Groschek noch Ralf Oppermann, dem Ehemann von Ina Spanier-Oppermann, zum Geburtstag, wünschte dem sich in der Kur befindenden Landtagsabgeordnetem Uli Hahnen weiter einen guten Genesungsverlauf und ermutigte Benedikt Winzen, bei der Bundestagswahl das Direktmandat für Krefeld zu erringen.

    Bevor der traditionelle Heringsstipp serviert wurde, dankte der Bundestagsabgeordnete Siegmund Ehrmann Minister Groschek für seine für den Wahlkampf motivierenden Worte. Der Politische Aschermittwoch der SPD Krefeld sei ein Beweis dafür, dass Politik weder staubtrocken und langweilig sein muss, noch dass sie nur im stillen Kämmerlein stattzufinden habe. Politik entstehe bei den Menschen, für die Menschen und durch die Menschen. „Bis zur Bundestagswahl am 22. September 2013 sind noch über 7 Monate Zeit, unsere Politik für ein gerechteres Zusammenleben zu den Menschen zu bringen“ appellierte Ehrmann an die anwesenden Mitglieder und Freunde der Sozialdemokratie mitzuhelfen, damit im Herbst eine sozialdemokratisch geführt Bundesregierung, getragen von möglichst vielen niederrheinischen Bundestagsabgeordneten, eine Mehrheit erlange.

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