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Wir setzen auf eine eigenständige Kinder- und Jugendpolitik

Wir nehmen Kinder und Jugendliche ernst. Wir verstehen sie als Heranwachsende, die ihr Leben selbst gestalten wollen und können und die dafür geeignete Rahmenbedingungen und Unterstützung vorfinden müssen.

Unser Ziel ist eine Jugendpolitik, die die Jugendphase als Ganzes in den Blick nimmt, überzeugende und stimmige Lösungen entwickelt und umsetzt. Wir brauchen eine Politik für junge Menschen aus einem Guss, die politikfeldübergreifend gutes Aufwachsen ermöglicht. Deswegen verstehen wir Jugendpolitik als eigenständiges Politikfeld.

Kinder und Jugendliche wollen und sie können ihre Stadt und ihr Land mitgestalten. Sie sind nicht nur Anwälte in eigener Sache, sondern eine entscheidende Basis für eine aktive Zivilgesellschaft. Jugendverbände üben dabei eine wichtige Funktion aus. Wir bekennen uns zum Ring Politischer Jugend, der eine unverzichtbare Aufgabe für die selbstständig organisierte politische Bildungsarbeit junger Menschen leistet. Wir treten dafür ein, die Mitsprache- und Mitwirkungsrechte von Kindern und Jugendlichen über alle Politikfelder hinweg auf allen Ebenen zu stärken.

Jungen Menschen steht heute mehr denn je die Welt offen. Ihnen werden immer neue Betätigungsfelder und Möglichkeiten eröffnet. Freiwilligendienste helfen ihnen dabei, sich orientieren zu können, sich weiterzuentwickeln und Neues zu erfahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind versichert und abgesichert, sie erhalten eine klar geregelte Aufwandsentschädigung, haben feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner und werden begleitet. Diese Verpflichtung über eine gewisse Dauer ist eine gute Möglichkeit, sich selber zu erfahren und seine eigenen Wünsche zu ergründen.

Unsere Forderungen an die neue Landesregierung:

  • Unsere Strategie für eine eigenständige Jugendpolitik weiterentwickeln. Die eigenständige Jugendpolitik hat einen besonderen Stellenwert in NRW. Sie muss gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen und ihren Verbänden weiterentwickelt werden. Da sie immer auch Querschnittspolitik ist, muss dabei die Zusammenarbeit zwischen den Ministerien gestärkt werden.
  • Die Träger der Kinder- und Jugendarbeit verstärkt fördern. Die in 2010 auf 100 Millionen Euro erhöhten Mittel des Kinder- und Jugendförderplans (KJFP) müssen um weitere 20 Prozent angehoben werden. Dabei sollte vor allem die strukturelle Förderung erhöht werden.
  • Demokratische Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen stärken. Wir werden in der nächsten Wahlperiode einen neuen Anlauf starten, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 Jahre zu senken. Die Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche in Land und Kommunen müssen erweitert werden. Auf Grundlage der bereits etablierten Strukturen von Landesschüler*innenvertretung, Landesjugendring und Kinder- und Jugendrat NRW soll außerdem eine landesweite Interessenvertretung der Jugendlichen aufgebaut werden.
  • Freiwilligendienste stärken. Schülerinnen und Schülern muss frühestmöglich die Teilnahme an den Programmen des Freiwilligendienstes ermöglicht werden, beispielsweise anstelle der Einführungsphase in der Oberstufe. Wir werden darüber hinaus prüfen, inwiefern jungen Freiwilligen besondere Vergünstigungen bei Mobilität und Kultur ermöglicht werden können.