Navigation

Wir stärken Kinder und Familien

Familien sind eine Basis für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Sie sind der Ort, an dem die Solidarität miteinander gelebt und die entscheidenden Weichen für Bildung und Erziehung der Kinder gestellt werden. Gleichzeitig sind die Herausforderungen, vor der Familien heute stehen, größer geworden.

Familien in all ihrer Vielfalt verdienen die Förderung und Unterstützung durch Staat und Gesellschaft. Gleich, ob es sich um verheiratete oder unverheiratete Paare, Alleinerziehende, Patchwork-, Mehrkind- und Mehrgenerationenfamilien oder gleichgeschlechtliche Paare handelt: Familie ist da, wo Kinder sind und wo Menschen für- und miteinander Verantwortung übernehmen. Familie ist Lebensmittelpunkt, Rückzugsort, gibt Sicherheit und ist bestimmend für die Lebensplanung. Familie ist auch der Ort, von dem aus Kinder ins eigene Leben aufbrechen und der Halt im Alter, wenn nahe Hilfe gebraucht wird.

Familie zu sein, stellt aber auch Anforderungen: Eltern stehen häufig unter Druck als "geforderte Generation". Sie wollen ihren Kindern ein sicheres Aufwachsen ermöglichen und ihnen allen voran durch Bildung Zukunfts- und Teilhabechancen eröffnen. Gleichzeitig wollen sie gleichberechtigt im Beruf fassen und nicht die eigene Karriere aus dem Blick verlieren, und oft sind sie auch noch für ihre älteren Angehörigen da. Alleinerziehende müssen all dies ohne unterstützende Partnerschaft leisten. Sie brauchen daher besondere Unterstützung.

Wir wollen, dass Familie und Beruf als doppelte Entfaltungsmöglichkeit und nicht als Doppelbelastung empfunden werden kann. Wir wollen Eltern Möglichkeiten eröffnen, Familien- und Erwerbsarbeit partnerschaftlich miteinander zu vereinbaren. Wir wollen es Familien ermöglichen, Familie als Beziehung zwischen den Generationen leben zu können. Die Familienbildung leistet in NRW hervorragende Arbeit. Sie ist der erste Schritt zum lebensbegleitenden Lernen. Mit ihr beginnt die Prävention bereits vor der Geburt des Kindes, und sie begleitet die Familien bis ins Jugendalter der Kinder hinein, sogar darüber hinaus.

Ein Schlüssel für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige und weitgehend kostenfreie Kita. Sie gewährleistet frühkindliche Bildung und Betreuung gleichermaßen. Wir haben deshalb nicht nur den Rechtsanspruch erfüllt und die Zahl der U3-Betreuungsplätze verdoppelt, sondern auch den Betreuungsschlüssel gesenkt und eine gesonderte Förderung der sozialen und sprachlichen Integration eingeführt.

In einem ersten Schritt haben wir das letzte Kita-Jahr gebührenfrei gestellt. Das im Bund abgeschaffte Betreuungsgeld fließt in NRW 1:1 in die Kitas. Insgesamt investieren wir im Vergleich zu 2010 zusätzlich 1,3 Milliarden Euro in die Betreuung der Kleinsten und haben die Familien gleichzeitig um 150 Millionen Euro pro Jahr entlastet. Die Finanzierung der Träger von Kitas und Offene Ganztagsschulen (OGS) haben wir an die Kostenentwicklung angepasst. Wir wissen: Um dauerhaft gute Bildung und Betreuung zu gewährleisten, brauchen wir mutige weitere Schritte.

Wir schaffen beste Bildung von Anfang an und eine verlässliche Kinderbetreuung

Das Herzstück einer modernen Familienpolitik ist eine gute und verlässliche Kinderbetreuung. Gewiss: Sie alleine ist für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch nicht hinreichend. Aber ohne sie bleiben alle anderen Maßnahmen nur Stückwerk.

Dem wachsenden Bedarf an qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung werden wir durch den weiteren bedarfsgerechten Ausbau von Kita und OGS und einer Flexibilisierung der Öffnungszeiten gerecht. Wir wollen die Finanzierung unserer Kitas dauerhaft sichern und die Betreuungsqualität verbessern. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen, müssen auch die Öffnungszeiten flexibler werden.

Kitas haben einen enorm wichtigen Bildungsauftrag. Je früher Kinder gemeinsam spielen und lernen, desto besser sind die Bildungschancen für alle. Dieser Grundsatz ist Leitgedanke für unsere Politik.

Gelingende Integration beginnt so früh wie möglich. Die Kitas sind das erste und entscheidende Glied der Bildungskette. Hier können Sprache, Kulturtechniken und wichtige Fähigkeiten im Vorfeld der schulischen, beruflichen und akademischen Bildung systematisch vermittelt werden. Die finanzielle Stärkung von Kitas und das Schaffen neuer Kita-Plätze sind deshalb Integrationspolitik pur.

Wir werden deshalb:

  • Eine qualitativ hochwertige Kindertagesbetreuung in den Kernzeiten kostenfrei anbieten. Die Eltern in Nordrhein-Westfalen schätzen das gute Angebot der Kindertagesbetreuung vor Ort. Sie können sich darauf verlassen, dass das Land auch weiterhin jeden zusätzlich beantragten Platz finanzieren wird. Betreuung und frühkindliche Bildung brauchen Zeit, Zuwendung und klare Bezugspersonen, deshalb werden wir die Betreuungsschlüssel verbessern. Die Kernzeiten in der Kita werden wir zukünftig komplett von Gebühren freistellen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, der Träger und der Eltern sowie der Erzieherinnen und Erzieher werden wir dazu das Kinderbildungsgesetz grundlegend reformieren.
  • Für Gute Arbeit in der Kita sorgen. Gemeinsam mit den Trägern, Gewerkschaften und Elternvertretern treten wir dafür ein, dass der Arbeitsplatz Kita endlich die Anerkennung findet, die die Beschäftigten dort schon lange verdienen. Dies beinhaltet neben einer fairen tariflichen Bezahlung für alle auch sichere Arbeitsverhältnisse, ein gesundes und förderliches Arbeitsumfeld, ausreichende Zeiten für Vor- und Nachbereitung, Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie die angemessene gesellschaftliche Anerkennung.
  • Passgenaue Lösungen für Eltern und ihre Kinder entwickeln. Passgenaue Lösungen für Eltern und ihre Kinder entwickeln Wir wollen daher Kommunen und die Träger bei der Ausweitung von Öffnungszeiten und der Bereitstellung von Randzeitenbetreuungsmodellen unterstützen. Dazu gehören auch Lösungen, um bedarfsorientierte und verlässliche Ferienbetreuungsangebote für Familien mit schulpflichtigen Kindern verstärkt auszubauen und Schließzeiten von Betreuungseinrichtungen in den Stadtteilen zu harmonisieren.