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Wir treten für echte Gleichstellung ein

Gleiche Chancen für Frauen und Männer müssen in unserer Gesellschaft häufig erst noch verwirklicht werden. Sie sind weder selbstverständlich, noch kommen sie von selbst. Für ein sozial gerechtes Nordrhein-Westfalen sind sie jedoch unverzichtbar.

Frauen verdienen heute im Durchschnitt immer noch fast ein Viertel weniger als Männer. Ihr Anteil im Niedriglohnsektor und in Minijobs ist überproportional hoch. Damit profitieren sie in besonderer Weise vom Mindestlohn. Wir aber wollen echte Lohngleichheit.

Wir haben das Landesgleichstellungsgesetz novelliert und sind damit dem Ziel der Geschlechtergerechtigkeit einen weiteren Schritt näher gekommen. Darauf wollen wir aufbauen. Das etablierte Netz der Kompetenzzentren Frau und Beruf in den 16 arbeitsmarktpolitischen Regionen des Landes leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Frauen einen besseren Zugang zum oder den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu verschaffen.

Gewalt gegen Frauen ist leider noch immer ein zu weit verbreitetes Phänomen. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, das Auftreten von Gewalt gegen Frauen und auch Männer in allen Lebensbereichen zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu etablieren. NRW hat hier in vielen Bereichen bereits eine Vorreiterrolle, zum Beispiel im Bereich der
2230 anonymen Spurensicherung.

Der Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen (LSBTTI) werden wir weiterhin entgegentreten und uns für eine offene Gesellschaft aussprechen. Mit unseren Antidiskriminierungsstellen und -kampagnen treten wir Diskriminierungen aktiv entgegen. Wir setzen uns für ein weltoffenes und von Vielfalt geprägtes NRW ein und sehen diese gesellschaftliche Vielfalt als Bereicherung an.

Wir werden deshalb in der nächsten Legislaturperiode

  • Dem Prinzip gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit zur Durchsetzung verhelfen. Wir setzen uns für eine bessere Entlohnung der Berufe, in denen überwiegend Frauen tätig sind, und eine wirksame, gesetzlich festgeschriebene Entgeltgleichheit ein. Wir werden zudem ein Entgeltgleichheit-Check Verfahren in landeseigenen Betrieben anwenden, das auch als gutes Beispiel auch für die Privatwirtschaft dient.
  • Mehr Aufstiegschancen für Frauen schaffen. Unser Ziel bleibt die Beseitigung struktureller Diskriminierungen bei der Gremienbesetzung und bei den Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen in Führungspositionen. Der Öffentliche Dienst muss dabei eine Vorbildrolle einnehmen. Die weitere Umsetzung der Frauenförderung im Öffentlichen Dienst werden wir begleiten und weiterhin dafür Sorge tragen, dass Vorstände und Aufsichtsräte der landeseigenen Betriebe paritätisch besetzt werden. Wir wollen auch hier Frauen stärker fördern. Dazu werden wir in den bereits bestehenden Gründerzentren Förder- und Beratungsprogramme etablieren, die sich speziell an Gründerinnen richten.
  • Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen gewährleisten. Für jede von Gewalt betroffene Frau müssen eine schnelle und sichere Unterbringung und Unterhaltssicherung sichergestellt werden. Ein bedarfsgerechtes Hilfesystem für gewaltbetroffene Frauen ist eine wichtige Aufgabe von Staat und Gesellschaft. Etwaige Versorgungslücken bei der Aufnahme in Frauenhäusern werden wir durch eine bessere Vernetzung der Frauenhäuser und durch den Wegfall der Residenzpflicht der Frauen schrittweise abbauen. Wir werden auch Second-Stage-Projekte, mit denen wir Frauen, die nach einem Frauenhausaufenthalt nicht akut bedroht sind, aber eine Lebensperspektive für den Weg in die Selbstständigkeit finden müssen, weiter fördern und flächendeckend im Land ausweiten.