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„Zusammen aufwachsen in NRW – Starke Familien und ein gerechtes Bildungssystem für unsere Kinder und Jugendlichen“, so heißt das entsprechende Kapitel in unserem Regierungsprogramm und wir haben bewusst einen übergreifenden Ansatz gewählt, da wir der festen Überzeugung sind, dass wir die Bereiche Familie, Kinder und Jugend, sowie Schule zusammendenken müssen und nicht wie bisher als von einander getrennte Systeme. Nur so können wir einen gleichmäßigen Übergang in den einzelnen Bildungsbiografien gewährleisten und zwar von der Geburt an.

Für uns ist es entscheidend, dass niemand aufgrund seiner Herkunft, seines Wohnortes oder seiner sozialen Voraussetzungen Nachteile erfahren darf.

 Daher möchten wir Begleitungsmöglichkeiten ab der Geburt schaffen:

  • Damit jedes Kind sein volles Potenzial entfalten kann, schaffen wir einen Anspruch auf einen Bildungslotsen aber der Geburt
  • Mit einer Familienarbeitszeit wollen wir Familien ermöglichen, Arbeitszeiten zu reduzieren und dennoch nicht auf Einkommen verzichten zu müssen
  • Damit Familien nach der Geburt eines Kindes ausreichend Zeit zum Kennenlernen und Zusammenwachsen haben, führen wir eine Partnerfreistellung nach der Geburt ein
  • Um den Papierkram in den ersten Wochen des Elternseins zu reduzieren, zum Beispiel beim Elterngeld, wollen wir Familienbüros einführen, die sich um die Antragstellung in den ersten Lebenswochen kümmern und Familien auch später bei der Beantragung von Leistungen und dem Finden passender Angebote unterstützen

Dies soll sich in den Familienzentren, die wir an die Kitas und Grundschulen angliedern wollen, fortführen und denen Unterstützung geben, die es brauchen. Hier in Krefeld sind wir mit dem Haus der Bildung Vorreiter und Impulsgeber für diesen Punkt im Regierungsprogramm.

Aber nicht nur hier wollen wir eine Chancengleichheit schaffen, wir wollen auch, dass die Betreuung nicht vom Geldbeutel abhängt und möchten die Gebühren für die Betreuung abschaffen und den Eltern durch angepasste Betreuungszeiten, die sich an der Lebenswirklichkeit der Familien orientieren, bessere Voraussetzungen geben.

Wir werden zudem die strukturellen Probleme in der Kinderbetreuung angehen und zunächst folgendes umsetzen:

  • Statt Pauschalen für Belegungs- und Buchungszeiten statten wir Kitas so aus, dass sie keinen enormen bürokratischen Aufwand mehr haben, um Geld zu beantragen und abzurechnen.
  • Wir brauchen ein Kita-Zukunftsgesetz für Nordrhein-Westfalen
  • Wir wollen eine Einrichtungsfinanzierung mit einem verbesserten Personalschlüssel, der sich an realen Öffnungszeiten orientiert, Erzieherinnen und Erzieher entlastet und die Betreuungsqualität deutlich verbessert.
  • Um das Berufsbild der Erziehungsberufe weiter zu stärken, wollen wir im System mehr Aufstiegsmöglichkeiten schaffen. Dies kann über weitere Funktionsstellen, beispielsweise für Sprachförderung oder Kinderschutz geschehen. Mehr pädagogisches Personal pro Gruppe ermöglicht eine bessere individuelle Förderung der Kinder und sorgt so für mehr Chancengleichheit und sozialen Aufstieg. Dafür brauchen wir Kita-Helferinnen und -Helfer und Kita-Kaufleute. Letztere entlasten die Leitung bei der administrativen nicht pädagogischen Arbeit. Erstere knüpfen an die Alltagshelferinnen und Alltagshelfer an und unterstützen auf der einen Seite die Einrichtungen, auf der anderen Seite sind sie auch Sprungbrett für die Ausbildung zur pädagogischen Fachkraft und damit eine gute Chance zur Überwindung des Fachkräftemangels
  • Und wir werden den Kinder- und Jugendförderplan finanziell besser ausstatten