Navigation

Wir stärken die Berufliche Bildung

Kein Jugendlicher darf von der Schule in die Arbeitslosigkeit geschickt werden. Wir wollen für alle jungen Menschen, die eine Ausbildung beginnen wollen, einen Platz sicherstellen. Unser duales System der beruflichen Bildung bietet Auszubildenden beste Bildungschancen, gute Ausbildungsbedingungen und damit die Chance für die Teilhabe an der Gesellschaft und eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Und es sichert den Unternehmen hochqualifizierte Beschäftigte. Dieses System werden wir stärken.

Die Übergänge zwischen Schule und Ausbildung haben wir schon durch unser Landesprogramm Kein Abschluss ohne Anschluss verbessert. Es sorgt für Beratungen schon an den Schulen, vermeidet unnötige Warteschleifen und hilft bei der Vermittlung von Ausbildungs- und Studienplätzen. Eine duale Berufsausbildung eröffnet große berufliche Chancen, die Eltern, Jugendlichen und Betrieben noch offensiver nähergebracht werden müssen.
Deutschland braucht für seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung möglichst viele gut ausgebildete Menschen. Deshalb werden wir dafür sorgen, dass elle jugen Menschen ohne entsprechende Abschlüsse, auch Geflüchtete, ihrem Qualifikationsniveau entsprechend aus- und forgebildet werden und damit Einstiegsmöglichkeiten in den deutschen Arbeitsmarkt erhalten. Dabei spielt der sichere Umgang mit der deutschen Sprache eine entscheidende Rolle.

Durch die Vermittlung (nicht nur) beruflicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten stellen die Berufskollegs die Brücke zur Erwerbstätigkeit dar und leisten gerade bei Geringqualifizierten eine umfangreiche Integrationsarbeit. Für die Integration junger Geflüchteter haben wir uns erfolgreich für ein Aufenthaltsrecht für die Dauer der Ausbildung und zwei Jahre Beschäftigungszeit nach der Ausbildung eingesetzt.

Wir fordern daher von der neuen Landesregierung:

  • Jedem jugen Menschen, der einen Ausbildungsplatz will, ein Angebot machen. Unser erfolgreiches Programm Kein Abschluss ohne Anschluss werden wir fortsetzen und für Jugendliche und junge Erwachsene ohne Schulabschluss das Recht auf eine zweite Chance auch über das 18. Lebensjahr hinaus sicherstellen. Darüber hinaus bedarf es einer bundesweiten Ausbildungsgarantie.
  • Die soziale Lage von Auszubildenden verbessern. Wer die Ausbildung attraktiver gestalten will, muss die soziale Lage von Auszubildenden verbessern. Wir werden deshalb darauf drängen, dass die Verkehrsverbünde ein vergünstigtes Ticket für Azubis – analog zum Semesterticket – anbieten und für die Schaffung von günstigem Wohnraum für Auszubildende sorgen. Wir werden uns im Bund für die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung und für eine Ankündigungsfrist bei beabsichtigter Nichtübernahme nach der Ausbildung stark machen. Damit erhöhen wir für Auszubildende die Planbarkeit. Insbesondere für junge Mütter und Väter wollen wir für eine verstärkte Förderung von Teilzeitberufsausbildung eintreten. Im Bund werden wir uns für flankierende Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf die Ausbildungsfinanzierung, einsetzen.