• Ina Spanier-Oppermann zeichnet Unternehmen mit Weitblick aus

    „Gut, dass es in unserer Gesellschaft noch Unternehmen gibt, die für die wirklichen Herausforderungen der Altersgruppe 50plus Lösungen schaffen“, mit diesen Worten stieg die SPD-Landtagsabgeordnete Ina Spanier-Oppermann am Freitag, des 15. Novembers in ihre Laudatio für den Zweitplatzierten des Wettbewerbs „Unternehmen mit Weitblick“ auf der Burg Linn in Krefeld, ein.

    Das Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspaket für Ältere in den Regionen“, was im Jahr 2005 vom Bundesministerium Arbeit und Soziales ins Leben gerufen wurde, ist seit dem 01. Juli 2009 in Krefeld unter dem Namen „50plus Aktiv“ vertreten. Das Jobcenter Krefeld zeichnete in diesem Jahr, als Mitglied des Regionalpakets NiederRheinRuhrWestfalen-Pakt 50plus, bereits zum zweiten Mal, im Rahmen des Wettbewerbs „Unternehmen mit Weitblick“ drei Betriebe in Krefeld aus, die sich für einen selbstverständlichen oder bewusst positiven Einbezug Älterer in ihre Unternehmens- und Personalpolitik einsetzten.

    Das Bundesprojekt konnte seit 2005 rund 65.000 Menschen in Deutschland im Rahmen des Programms „50plus Aktiv“ wieder in Arbeit integrieren. Allein über 1400 Teilnehmer/-innen konnten davon in Krefeld vermittelt werden. Von den rund 1000 Unternehmen, die in Krefeld gesichtet wurden, kamen 17 in die engere Auswahl.

    Eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden und Politik ermittelte aus diesen 17 Unternehmen die 3 Gewinner. Kriterien, die die Platzierung rechtfertigen, sind unter anderem die Anzahl der Beschäftigten, das Einstellungsverhalten der Unternehmen gegenüber älteren Arbeitnehmer/-innen, die Durchführung von Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung und –sicherung für ältere Arbeitnehmer/-innen sowie die Zusammenarbeit mit dem Beschäftigungspakt (als Partner und Multiplikator).

    Die Traditionsgaststätte „Schwarzes Pferd“, die im Jahr 1868 gegründet wurde, überzeugte die Jury mit dem obersten Ziel des Pächters Werner Vortmann „Die Gratwanderung zwischen Tradition und Moderne zu schaffen“ und wurde deshalb am Freitagvormittag mit dem zweiten Platz des Wettbewerbs „Unternehmen mit Weitblick“ ausgezeichnet. Der über 50-jährige Inhaber weiß um die Schwierigkeiten älterer Arbeitnehmer/-innen am Arbeitsmarkt und bietet ihnen deshalb gerne die Chance in seiner Gaststätte wieder beruflich Fuß zu fassen. Insgesamt beschäftigt Vortmann 16 Arbeitnehmer/-innen, von denen fünf über 50 Jahre alt sind. Mit Ausnahme von einer Servicekraft werden diese 50plus Mitarbeiter/-innen als Koch oder Küchenhilfe eingesetzt. Da Werner Vortmann vor allem auf Stammpersonal setzt und Fluktuation vermeiden will, ist ihm die nachhaltige Beschäftigung wichtig. Deshalb sind alle Mitarbeiter/-innen unbefristet eingestellt. Insbesondere den großen Erfahrungsschatz, die Zuverlässigkeit und den niedrigen Krankheitsstand schätzt der Pächter an seinen älteren Arbeitnehmern. Die gutbürgerliche Küche des Hauses sowie die Kegelbahnen und der erweiterte Biergarten mit Spielplatz sollen junge und ältere Gäste ansprechen und gerade deshalb soll auch die Belegschaft altersgemischt sein. Unter anderem steht das Gasthaus „Schwarzes Pferd“ auch als Ausbildungsbetrieb zur Verfügung.

    Neben einer Urkunde wurde dem Gasthaus für seine weitblickende Personalpolitik ein Preisgeld von 1.000€ überreicht. Auch die SPD-Landtagsabgeordnete betonte am Ende ihrer Laudatio: „Von einem Traditionsunternehmen wird auch immer Tradition erwartet. Doch Tradition alleine reicht heute nicht aus, um am Markt bestehen und Gäste begeistern zu können. Aber wer sich so lange Zeit am Markt behaupten kann und Kriege, Unwetter und Regierungen überlebt, muss einfach über einen unternehmerischen Weitblick verfügen“.
    Vor allem die zukunftsorientierte Personalpolitik, die gelungene Zusammenarbeit mit den Generationen und der Wissenstransfer zwischen Jung und Alt lobte die Abgeordnete und betonte: „Nur wem Kontinuität im Personalstamm besonders wichtig ist, beweist Weitblick“.

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