• Ina Spanier-Oppermann auf Tatkraft-Tour mit der SWK

    In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Krefeld hatte die Krefelder Landtagsabgeordnete Ina Spanier-Oppermann die Möglichkeit einen Tag lang einen Mitarbeiter der SWK während seines Außendienstes zu begleiten und somit zu erleben, wie sich der tagtägliche direkte Kundenkontakt in dem sensiblen Bereich der Energiearmut darstellt.
    „Es war mir ein besonderes Anliegen, die Arbeit der SWK hautnah und ungeschminkt mit zu erleben und zu erfahren, welche Arbeit und auch welche Schicksale hinter Begriffen wie Stromsperre und Energiearmut stecken“, so Spanier-Oppermann.
    Die Stadtwerke Krefeld beteiligen sich bereits seit 2012 vorbildlich an der Landesini-tiative „NRW bekämpft Energiearmut“, hierbei schnüren, in Kooperation mit den jeweiligen Stadtwerken, die Fachberaterinnen und Fachberater der Verbraucherzentrale NRW ein nachhaltiges Lösungspaket, das den Verbraucherinnen und Verbrau-chern langfristig hilft.
    Morgens um 8.30 Uhr startete der Tag mit der Vorbesprechung in der SWK Zentrale.
    Die Krefelder Abgeordnete wurde für ihre Tour mit dem zuständigen Mitarbeiter in-struiert und eingekleidet.
    Die Route war bereits fertig ausgearbeitet, so dass der SWK Wagen mit der Tage-spraktikantin Spanier-Oppermann und Ihrem Begleiter, der bereits seit 33 Jahren für die SWK tätig ist und sie freundlicherweise begleitete, direkt nach der Einführung sogleich vom Hof rollen konnte.
    Der zuständige SWK-Mitarbeiter hat bereits in unterschiedlichen Bereichen gearbei-tet und ist nun seit 23 Jahren im Außendienst für den Bereich der Stromsperren zu-ständig.
    Bewundernswert äußerte sich die Krefelder Abgeordnete darüber, wie der erfahrene Mitarbeiter auf das sehr unterschiedliche Klientel einging:
    “Er findet dabei für jeden die richtige Ansprache und erarbeitet Lösungen, wo im Normalfall kaum eine andere Möglichkeit bestanden hätte.“
    Auch der Umgang mit den verschiedenen Reaktionen der Kunden, ob Tränen, Schweigen oder sogar Aggressivität, beeindruckte Ina Spanier-Oppermann sehr.
    Im Falle von Aggressionen oder Eskalationen gegenüber den Mitarbeitern, gibt es Deeskalationsstrategien, in denen die SWK ihre Mitarbeiter extra schult.
    Auf die Frage wie er mit den Belastungen der Tätigkeit umgeht, entgegnete der SWK Mitarbeiter einfach:“ Zuhause bei meiner Familie schalte ich dann ganz ab. Im wahrsten Sinne des Wortes.“
    Im Verlaufe der Tour erlebte die Landtagsabgeordnete verschiedenste Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen und Schicksalen.
    Energiearmut und Stromschulden sind ein gesellschaftliches Tabuthema. Vielen Bürgerinnen und Bürgern ist es sehr unangenehm und so kommt es oftmals erst kurz vor einer möglichen Stromsperre zu dem direkten Kontakt zwischen Betroffenen, Bera-tungsstellen oder den Stadtwerken. Zu einer besonders betroffenen Gruppe zählen ältere Menschen, die infolge von Altersarmut den Strom nicht mehr bezahlen können und sich vor Schamkeine Hilfsangebote wahrnehmen und so noch weiter in finanzielle Nöte geraten.
    Ein weiteres Thema, auch während der Tour sind die sogenannten „Stromnomaden“, die immer dann, wenn die Stromrechnung zu bezahlen ist, die Wohnung wech-seln und so die Rückstände plus Mahnkosten von Wohnung zu Wohnung mitnehmen und gleichzeitig neue Schulden aufbauen. Die zu bezahlende Summe wird also immer höher und für die Stadtwerke der Aufwand immer größer die Kosten einzuziehen.
    Der Kneipenbesitzer mit Stromschulden, die alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern, die Familie mit Kindern, die aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse nicht versteht warum ihr der Strom gesperrt werden soll, der Bauarbeiter, der aufgrund ausstehender Löhne seine laufenden Kosten nicht bezahlen kann, ein arbeitssuchender Alleinstehender, der in der Annahme die ARGE zahlt die Stromrechnung die Mahnungen ignorierte, ein Barbesitzer, der verschwunden ist, dies sind nur einige Beispiele von Schicksalen, die die SPD Abgeordnete während ihrer Fahrt mit der SWK erlebte.
    Dankbar für die Einblicke verabschiedet sich die Abgeordnete nach der Rückkehr zur SWK Zentrale am späten Nachmittag und stellte fest,
    „dass die Arbeit im Kundenservice im Bereich der Stromschulden und Energiearmut keine leicht und vor allem keine Routinearbeit ist, sondern sehr viel Menschenkenntnis und Erfahrung verlangt“.
    Besonders dankbar war die Krefelder SPD Abgeordnete für die vielen Erfahrungen, die sie im Laufe des Tages sammeln konnte und die in die Arbeit der Politikerin einfließen.

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