• „Bildung ist Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben!“

    Heute wird der Mädchentag zum fünften Mal weltweit gefeiert. Im Dezember 2011 haben die Vereinten Nationen den 11. Oktober zum Internationalen Welt-Mädchentag erklärt und verweisen damit auf die Kinderechtskonvention, die die gleichen Rechte für Kinder unabhängig von Geschlecht und Herkunft manifestiert.

    Noch immer haben Mädchen nicht die gleichen Rechte und Chancen. Sie werden in zahlreichen Regionen der Welt aufgrund gesellschaftlicher und kultureller Traditionen diskriminiert. Mit der Bewegung „Because I am a Girl“ setzt sich „Plan International“ für die Belange von Mädchen ein, um bis 2030 die Gleichberechtigung zu verwirklichen. Dazu erklärt die frauenpolitische Regina Kopp-Herr im nordrhein-westfälischen Landtag:

    „Grundlegende Rechte wie das Recht auf Sicherheit und körperliche Unversehrtheit werden besonders Mädchen auf der ganzen Welt auch heute noch vorenthalten. Wir stehen in der Pflicht, auf diese Missstände hinzuweisen und sie zu bekämpfen. Zahlreiche Studien belegen, dass weltweit vor allem Mädchen von Armut betroffen sind. Plan International Deutschland kritisiert im Mädchenbericht 2016 die unzureichende Verteilung von Hilfsgeldern für die Förderung von Grundbildung für Mädchen in Entwicklungsländern.

    Vor diesen diskriminierenden Situationen flüchten weltweit unzählige Mädchen und Frauen. Es ist daher sehr wichtig, dass die Mädchen zum einen Schutz finden, ihnen gleichzeitig aber ein Zugang zu Bildung geboten wird. Besonders durch Bildung erhalten sie eine Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben.

    Im September 2016 wurde der bundesweit erste Integrationsplan für Flüchtlinge in NRW auf den Weg gebracht, in dem es unter anderem um die Integration von geflüchteten Frauen geht, da sie immer noch zu den besonders schutzbedürftigen Gruppen gehören. Viele von ihnen haben auf ihrer Flucht und/oder im Herkunftsland sexualisierte Gewalt erlitten. Wir müssen sicherstellen, dass ihnen hier keine weiteren Gewalt- und Diskriminierungserlebnisse widerfahren. Mit der zusätzlichen Förderung von qualifizierten Trägern der Frauenhilfe- und Flüchtlingshilfestruktur haben wir schnellstmöglich niedrigschwellige Angebote für traumatisierte Flüchtlingsfrauen geschaffen. Durch die Förderung der Brückenprojekte wird die Teilnahme von Mädchen und Frauen an Sprach- und Integrationskursen erleichtert und damit der Zugang zu Bildung ermöglicht.

    Die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen ist ein wesentlicher Beitrag für eine gelungene Integration. Ziel der ‚Integration Points‘ wird es zukünftig sein, die Potenziale der Frauen herauszustellen.

    Gesellschaftliche Rollenzuweisungen müssen hinterfragt und aufgebrochen werden, damit wir heute und morgen starke Mädchen haben.“

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