• Beratung für Arbeitslose in Krefeld muss weiter finanziert werden!

    Nun haben wir leider die Gewissheit: Die schwarz-gelbe Landesregierung will die bewährten Strukturen der Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen in NRW zerschlagen und die noch bis zu diesem Jahr laufende Förderung nicht verlängern.  Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat angekündigt, noch im laufenden Jahr mit den Umstellungen zu beginnen. Das Ökumenisches Arbeitslosenzentrum Krefeld – Meerbusch e.V. am Westwall erhielt bisher 15.600 Euro im Jahr. Diese Förderung wird nun gestrichen.

    Das unkluge Verhalten der Landesregierung sorgt für große Unsicherheit bei allen Beteiligten. Dabei dienen die Beratungsstellen, wie das Arbeitslosenzentrum Krefeld – Meerbusch e.V. am Westwall, vielen Arbeitslosen als Anlaufstelle und helfen bei der Bewältigung ihrer Alltagssorgen, sowie bei der Suche nach einem neuen Job. Die Beschäftigten machen einen ausgezeichneten Job, sind höchst erfahren und Expertinnen und Experten im Umgang mit dem Thema Arbeitslosigkeit. Hier muss nichts umgebaut werden. Im Gegenteil: Es wäre besser, die vorhandenen und gut angenommenen Strukturen auszubauen. Arbeitssuchende haben mehr Wertschätzung verdient! Die Landesregierung brüstet sich mit einem Haushaltsüberschuss, hat jedoch kein Geld für die Weiterfinanzierung der Beratungsstellen und Arbeitslosenzentren. Soziale Verantwortung sieht anders aus“. „Klar ist, dass der Beratungsbedarf der Menschen seit Jahren steigt. In Anbetracht einer schwächer werdenden Konjunktur, Umbrüchen auf dem Arbeitsmarkt durch die Digitalisierung und damit einhergehend steigender Arbeitslosenzahlen ist absehbar, dass der Bedarf nach guter Beratung noch größer wird. Deswegen muss eine Finanzierung und Weiterführung der Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen durch die Landesregierung garantiert werden. Die Beschäftigten und die ratsuchenden Arbeitslosen gleichermaßen haben das Recht auf Planungssicherheit. Daher setzt sich die SPD-Landtagsfraktion dafür ein, dass die 79 unabhängigen Arbeitslosenzentren und 73 Erwerbslosenberatungsstellen in NRW über das Jahr 2020 erhalten und verlässlich finanziert werden. Auch hier in Krefeld.

    Hintergrund:

    In NRW gibt es aktuell 73 Erwerbslosenberatungsstellen und 79 Arbeitslosenzentren

    • Bei den Arbeitslosenzentren werden 50 Prozent der nachgewiesenen zuschussfähigen Gesamtausgaben bis zu einer Höhe von 31.200 € gefördert. Damit beträgt die Förderhöchstsumme 15.600 € pro Jahr. Die jeweils benötigte Kofinanzierung kann durch Eigenmittel der Einrichtungen oder durch Beiträge Dritter dargestellt werden. Insgesamt beträgt das Programmvolumen damit rund 5 Mio. € jährlich.
    • Die Beratung der Erwerbslosenberatungsstellen und das Angebot der Arbeitslosenzentren unterscheiden sich in ihren Handlungsansätzen und Zielsetzungen.
    • Die Erwerbslosenberatungsstellen konzentrieren sich auf die berufliche Entwicklung, Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Sie legen den Fokus der Beratung auf die wirtschaftliche und psychosoziale Situation des Ratsuchenden in Augenschein. Sie unterstützen bei rechtlichen Fragen, fungieren als Lotsen zu anderen Institutionen und vernetzen sich mit lokalen, regionalen und überregionalen Hilfenetzwerke.
    • Die Arbeitslosenzentren arbeiten nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Sie geben den Menschen die Möglichkeit, ihr Leben selbst zu gestalten. Ihr Angebot ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Sie bieten Begegnungsmöglichkeiten und soziale Kontakte. Die individuelle und persönliche Entwicklung der Menschen soll gestärkt werden. Als Anlaufstelle für Arbeitslose steht die Stärkung der Selbstbestimmung der Menschen und ihrer Teilhabemöglichkeiten an der Gesellschaft im Mittelpunkt.

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